USA nominieren 21 Athleten für 2026/27, mit Ogden, Schumacher und Schoonmaker im A-Team

Der US-Verband U.S. Ski & Snowboard hat 21 Athletinnen und Athleten für sein Langlauf-Nationalteam 2026/27 benannt. Es ist das Team, mit dem das US-Programm in die erste Saison nach dem Rücktritt von Jessie Diggins geht. Laut Verband haben sich alle über die veröffentlichten Selektionskriterien qualifiziert und ihre Nominierung angenommen.

Die USA kommen aus den laut Verband erfolgreichsten Olympischen Winterspielen ihrer Langlaufgeschichte: Drei Athleten gewannen in Milano Cortina drei Medaillen, zweimal Silber und einmal Bronze.

Das A-Team: drei Männer

  • Ben Ogden, zweifacher Olympia-Zweiter, laut Verband der erfolgreichste US-Langläufer der Geschichte
  • Gus Schumacher, Olympia-Silbermedaillengewinner und Siebter im Gesamtweltcup 2025/26
  • JC Schoonmaker, zweifacher Olympiateilnehmer

Eine Frau ist in dieser Saison nicht im A-Team.

Das B-Team

Frauen: Julia Kern, Kendall Kramer, Sophia Laukli, Novie McCabe, Sammy Smith und Ava Thurston. Angeführt wird die Gruppe von Kern, zweifache WM-Medaillengewinnerin. Thurston steigt aus dem Development-Team auf.

Männer: John Steel Hagenbuch, Zak Ketterson, Zanden McMullen und Jack Young. Youngs bestes Ergebnis ist ein vierter Platz im Sprint von Davos.

Kramer, McCabe, McMullen, Ketterson, Laukli und Young waren alle schon in Weltcuprennen unter den besten zehn.

Das Development-Team

Frauen: Haley Brewster, Neve Gerard und Sydney Palmer-Leger. Männer: Corbin Carpenter, Tabor Greenberg, Zach Jayne, Murphy Kimball und Jack Leveque.

Gerard, Carpenter und Leveque sind neu im Nationalteam. Alle drei starteten 2026 für die USA bei den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften. Leveque, Jahrgang 2009, ist der Jüngste im Aufgebot. Bei der Junioren-WM 2026 wurde er Zehnter, und acht der 21 Teammitglieder stammen aus Alaska.

Ein umgebauter Betreuerstab

Cheftrainer ist Matt Whitcomb, Programmdirektor Chris Grover. Neu sind in dieser Saison Weltcuptrainer Ville Oksanen, Nachwuchstrainerin Lizzie Larkins sowie drei neue Servicetechniker im Weltcup: Nick Brown, Esben Tøllefsen und Simen Finjord.

„Wir freuen uns sehr, den neuen olympischen Zyklus mit einigen bewährten Routiniers, spannenden neuen Talenten und einem neu aufgestellten Trainer- und Serviceteam zu beginnen", sagte Grover laut Mitteilung des Verbands (übersetzt aus dem Englischen). Die Athleten hätten die WM 2027 in Falun sowie die Junioren- und U23-WM in Otepää im Blick.

Was das für den Weltcup bedeutet

Der Schwerpunkt des US-Teams liegt jetzt bei den Männern. Alle drei A-Team-Mitglieder sind Männer. Schumacher wurde in der vergangenen Saison Gesamtsiebter, in einer Top Ten, in der sieben Plätze an Norweger gingen. Mit zwei Olympia-Medaillengewinnern im A-Team gehören die US-Männer zu den wenigen Teams, die Norwegens Breite von außen herausfordern können.

Das Frauenteam ist im Umbruch. Diggins ist zurückgetreten, und Rosie Brennan hat im April erklärt, keine Weltcuprennen mehr zu bestreiten. Damit starten die US-Frauen ohne zwei ihrer erfahrensten Läuferinnen in die Saison. Laukli, McCabe und Kramer haben Top-10-Ergebnisse im Weltcup, Kern hat zwei WM-Medaillen, aber keine von ihnen ist im A-Team.

Die Saison beginnt am 27. November in Ruka (FIN).